Dieter Krause

Dieter Krause – Autor 

“Nun, Madam, haben wir irgendwelche Aufträge aus dem Jenseits?” – Ein Robert Burns Programm für einen Musiker und einen Schauspieler

  •  – Jahrgang 1961, Studium der Fernmeldetechnik in Leipzig
  •  – Lyrik, Prosa, Hörspiel, Nachdichtungen, Redaktionsarbeit
  •  Veröffentlichungen in Zeitschriften (Auswahl): EDIT, Signum, Ostragehege, ndl, Literatur und Kritik, Passauer Pegasus
  • Anthologien(Auswahl): Der heimliche Grund  (Kiepenheuer), Landschaft mit Leuchtspuren(Reclam), Jahrbuch der Lyrik 2003 (C.H.BECK),Der Garten meines Vaters (Verlag DIE SCHEUNE ), Jahrbuch der Lyrik 2007 ( S. FISCHER), Es gibt eine andere Welt ( Poetenladen)

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  •  Einzelpublikationen
  •  Landschaft träge und flink /Gedichte, Hellerau Verlag Dresden (1993)
  •  Vergleichen Sie ihre goldgelbe Haut im Spiegel / Gedichte, mit 4 Farbholzschnitten von Markus Retzlaff, Verlag Buchlabor (1998)
  •  Draußen, aber den Fuß noch in der Tür. / Hörstück, US 2001
  •  Desertieren oder der dreißigste Sinn / Eine Novelle, Verlag DIE SCHEUNE Dresden (2002)
  •  Farbkammern / Gedichte, Leipziger Literaturverlag, Leipzig (2010)
  •  Punkt, durch den die Zeit treibt / Aufsätze über Reichenberg, Verlag Notschriften, Radebeul (2010)
  •  Amsterdam Arbeitsstipendium 1999
  •  Arbeitsaufenthalt in Glasgow 2004
  •  Redakteur der Zeitschrift Ostragehege von 2001 -2007
  •  Rezensionen zu „ Vergleichen Sie Ihre goldgelbe Haut im Spiegel“

Theo Breuer    aus OHNE PUNKT & KOMMA      Lyrik in den neunziger Jahren

 Wieder liegen zwei Gedichtbände vor mir, bei denen ich mich nicht für den einen und gegen den anderen entscheiden mag. Beide Autoren sind um dieselbe Zeit – zu Zeiten des vermaledeiten Mauerbaus – in derselben Gegend geboren: in Dresden bzw. Leipzig. Der (große) Unterschied: Der eine ( Durs Grünbein) ist bereits ein hochgelobter Lyriker, der andere ( Dieter Krause) hingegen kaum bekannt……. …Dieter Krauses Gedichte sind für mich dort am stärksten, wo sie eine augenblickhafte Lebendigkeit und / oder Sinnlichkeit versprühen, die offenbar erlebt, mimetisch aufgezeichnet ( oft in einer stark strukturierten lyrischen Sprache, deren vermittels überraschender Zeilensprünge hervorgerufene Ambivalenzen, unverbrauchte Metonymen und funktional mit den antinomischen Inhalten verknüpfte Wortschöpfungen den Stil von Krauses Lyrik bestimmen) bzw. am vorgefundenen Beispiel ( Hölderlin, Kafka u.a.) orientiert ist; hier wird dem Leser nichts vorgegaukelt, hier werden echte lyrische Bilder evoziert, die in mir das Gefühl wecken, dabeigewesen zu sein, in die Szene hineinversetzt zu werden……

Rezensionen 2002  zur Novelle „ Desertieren “:

„Desertieren oder der dreißigste Sinn“ ist ein zwar schmales, aber äußerst gewichtiges Stück Gegenwartsliteratur, das man durchaus mehrmals lesen kann und sollte.( Sächsische Zeitung)

Krause erzählt in einer gedrängten Sprache, in knappen Sätzen, die manchmal nur aus ein,zwei Wörtern bestehen. ( Dresdner Neuste Nachrichten)

Dieter Krause kommt von der Lyrik, was man seinem Text anmerkt, er erzählt nicht, er setzt auf die Kraft der Bilder, die er zu einer Geschichte zusammensetzt. ( SAX)

 Rezensionen zu Farbkammern,  auch unter www. leipzigerliteraturverlag.de

 Gedichte als Arbeit in den Wort-Bergen

„ …Das Ergebnis: Texte mit Ecken und Kanten, scharfen Wendungen und einem gepflegten Arbeitscharakter. Der Dichter lässt nicht nur beim Arbeiten zuschauen. Er fordert auch vom Leser Arbeit am Wort-werk…“

Leipziger Internetzeitung, Ralf Julke vom 17.05.2010

 

– Sprachschüchtern und produktiv „…Hier spricht einer, der virtuos mit Sprache umzugehen weiß und ihr dennoch skeptisch begegnet…“

DNN, Tomas Gärtner vom 18.03.2010

 

– Farbindex und Turbodekadenz „…Je tiefer man sich auf Krauses Verse einlässt, desto geheimnisvoller werden sie, desto mehr funkeln sie in allen Farben…“

Ostragehege, 3/2010 Heinz Weißpflog

-Wie der Ton zum Wort „… Krauses Texte werden beinahe durchgängig geprägt von stimmig aufgebauten Bildwelten und treffsicherer Wortwahl…“

SAX, 12/2010 C. David

 Rezensionen zu – Punkt, durch den die Zeit treibt 

-Neuerscheinung zur Geschichte Reichenbergs : „…Anders als der Wissenschaftler ( aus Sorge um die Objektivität) oder der klassische „ Hei-mathirsch ( aus Ehrfurcht vor den Fakten), gestattet sich der Autor dabei auch subjektive Deutungen, die man nicht teilen muss, denen sich aber meist nachzudenken lohnt…“

Vorschau & Rückblick, Frank Andert, Augustheft 2010